Künstler
Landefeld, Heiko
Nussbaumstraße 11a
65719 Hofheim

Tel.: 0151-70007013

Homepage von Heiko Landefeld

Biographie
Um Neues zu schaffen,
zerstört er Altes
Von Christine Sieberhagen
Das Malen tut ihm gut, entschleunigt seinen Alltag:
Nach vielen Jahren hat Heiko Landefeld zurück zur
Kunst gefunden.
Diedenbergen.
Der Duft, der Heiko Landefeld ein Leben lang begleite,
ist der Geruch von Farbe. Damit ist der heute 43-Jährige
aufgewachsen und das hat ihn geprägt. Inzwischen
widmet sich der gebürtige Wuppertaler, der
in Diedenbergen zu Hause ist, ganz der Malerei. Die
Wände seines Ateliers, das in einem idyllisch anmutenden
Innenhof an der Casteller Straße liegt.
„Mein Vater war Malermeister,. Farbe war also immer
verfügbar. Sobald ich einen Stift in der Hand halten
konnte, habe ich gemalt. Seine Leidenschaft für Farbe
und Form zum Brotberuf zu machen und Kunst zu
studieren, kam für ihn dennoch nicht in Frage. „Das
war mir zu unsicher.“ Stattdessen entschied er sich,
Kommunikationsdesign zu studieren. Nach dem
Studium ging er in die Werbebranche. Eine stressige
Branche, wie er bald zu spüren bekam. „Es ist ein
spannender Job, der sehr viel Spaß gemacht hat, und
ich habe dadurch viel von der Welt gesehen, aber aufreibend.“
Oft nahm er Aufträge im Ausland an - etwa
in Malaysia.
Hobby und Profession
Zum Malen kam Landefeld, der wegen seines Berufs
vor einigen Jahren ins Rhein-Main-Gebiet gezogen ist
- zunächst nach Weilbach, später nach Diedenbergen
- nicht mehr. „Irgendwann, vor fünf, sechs Jahren
habe ich wieder angefangen, zu malen“, erinnert er
sich. Es tat ihm gut: „Malen entschleunigt den Alltag.“
Immer häufi ger verbrachte er seine Zeit an der Leinwand.
Unzählige Bilder entstanden, die ersten Ausstellungen
folgten. Landefeld überlegte, wie er seine
Arbeiten auch abseits der klassischen Ausstellung
präsentieren könnte. Der Werbefachmann verquickte
Hobby und Profession: Er gründete das Internetforum
„HL art connection“. Eine Plattform, bei der er einerseits
seine Bilder präsentieren kann und die zugleich
ein Netzwerk für Kunstliebhaber, Künstler und andere
Kreative ist. „Ich fi nde es sehr wichtig, sich mit anderen
Künstlern auszutauschen und hoffe, dass sich
viele beteiligen“, sagt er. Den Austausch sucht er aber
nicht nur in sozialen Netzwerken, sondern direkt vor
der Haustür. Seit einigen Monaten ist er Mitglied im
Künstlerverein Diedenbergen und wird seine Arbeiten
demnächst im Foyer des Hofheimer Rathauses
präsentieren.
Frei abstrakt
Apropos: Vielgestaltig und facettenreich sind seine
Bilder, die er selbst keinem bestimmten Stil zuordnen
möchte: „Frei abstrakt trifft es vielleicht am besten.
Aber ich möchte mich nicht in eine Schublade stecken
lassen“, sagt er. Ein Besuch seines Atelier gibt
den besten Eindruck seiner Vielseitigkeit wieder.
Gegenständliches fi ndet der Betrachter ebenso wie
abstrakte, farbintensive Arbeiten. Gern verquickt er
unterschiedliche Stilelemente in den Arbeiten. Seine
Hommage an Bruce Springsteen ist ein Beispiel. Die
Konturen des Porträts sind verschwommen und auf
den ersten Blick kaum wahrnehmbar. Im Vordergrund
prangen Stars und Stripes im Pop-Art-Stil in Anspielung
auf Springsteens bekanntes Album „Born In The
U.S.A.
Bei der Auswahl seiner Technik ist Heiko Landefeld
vielseitig: „Ich verwende verschiedene Maltechniken
und Farbarten - von Acryl über Aquarell bis hin zu
Ölfarben.“ Besonders wichtig ist ihm das „Post-Processing“,
die Nachbearbeitung der Bilder. „Wenn ich
ein Gemälde beendet habe, lasse ich es an der Wand
hängen, um es auf mich wirken zu lassen. Beim Betrachten
kommen wieder neue Ideen, und ich arbeite
das Bild manchmal komplett um oder zerstöre es
sogar. Um Neues zu schaffen, muss manchmal Altes
zerstört werden“, beschreibt das Prozedere.
Vielseitig sind auch die Themen, die er in seinen
Arbeiten umsetzt. Die Ideen nimmt er aus dem Alltag:
„Die Landschaft und das Leben hier inspirieren mich,
aber auch der unsägliche Fluglärm, den ich hautnah
mitbekommen habe, als ich noch Weilbach gewohnt
habe“, sagt er mit Blick auf ein Bild, das ein überdimensionales
Ohr zeigt, das von ebenso überdimensionalen
Korkenziehern in Flugzeugform malträtiert
wird.
Durch die Malerei, sagt Landefeld, habe er wieder zu
sich selbst gefunden. Deshalb hat er sie inzwischen
zum Beruf gemacht.
Wer sich für die Arbeiten von Heiko Landefeld interessiert,
kann sie sich auf seinem Internetforum unter
„www.facebook.com/hlarts“ ansehen.
Artikel vom 08.05.2013
© 2013 Frankfurter Neue Presse
Referenzen
Im Wallauer Fachwerk ab 1.1.2014
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